Verantwortung

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Molière

Selbstverständlich halten wir bei der Deutschen ErdWärme uns bei all unseren Aktivitäten immer die rechtlichen Vorgaben und gesetzlichen Normen ein. Darüber hinaus verfolgen wir das Ziel, die gesetzlich vorgegebenen Standards noch zu übertreffen.

Mit Blick auf die Menschen und das Umfeld, in dem wir unsere Projekte realisieren möchten, stehen für uns als Unternehmen drei Verantwortungsbereiche besonders im Fokus: Sicherheit, Klima- und Umweltschutz sowie das gesellschaftliche Engagement in der Region.

Selbstverpflichtung

Bei der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb unserer Projekte haben wir den Anspruch, nachhaltig zu handeln.

Die Deutsche ErdWärme stellt erneuerbare Wärme und Energie bereit und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. Auch bei der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb unserer Projekte haben wir den Anspruch, nachhaltig zu handeln. Wo technisch möglich und wirtschaftlich darstellbar, wollen wir höhere Standards erreichen als gesetzlich oder von den Aufsichtsbehörden vorgegeben.

Für uns heißt das:
Bohrungen nur dann, wenn detaillierte 3D-Daten des Untergrunds vorliegen, die eine präzise Lokalisierung der wasserführenden Schichten und eine entsprechend zielgenaue Bohrung ermöglichen.

Die Erschließung zusammenhängender Reservoire verringert das Risiko induzierter Seismizität.

Angebot seismografischer Messsysteme für ausgewählte Gebäude im Gemeinderaum. Diese registrieren und dokumentieren gegebenenfalls einfließende mikroseismische Schwingungen.

Online-Überwachung der Grundwasserqualität sowohl im Zu- als auch im Abstrom sowie in den oberen und unteren Grundwasserleitern.

Information der Gemeinden und Dialog mit den Bürgern schon weit vor Einleitung der bergrechtlichen Verfahren und damit deutlich früher als vom Bergrecht gefordert.

Weitere Informationen:
Engagement in der Region
Fragen und Antworten
Bürgerinformationen

Sicherheit im Fokus

Die Bohrungen werden mehrwandig aufgebaut und bilden eine sichere Barriere, das sogenannte „Multi-Barriere-Konzept“.

Das Thema Sicherheit hat für die Deutsche ErdWärme höchste Priorität. Unsere Projektentwicklung basiert auf dem Grundsatz, Risiken durch ein sicherheitsbewusstes Handeln und neueste technologische Standards weitgehend zu neutralisieren. Der Schutz der Bevölkerung, des Grundwassers und der Umwelt sind ein zentrales Anliegen und zwingende Voraussetzung, um erneuerbare Energie aus Erdwärme in vertrauensvollem Miteinander nutzbar zu machen.

Die Bohrungen werden mehrwandig aufgebaut und bilden eine sichere Barriere, das sogenannte „Multi-Barriere-Konzept“, bestehend aus einzementierten Stahlrohren. Der Grundwasserbereich ist durch drei ineinander geführte Stahlrohre gesichert. Über ein umfangreiches Messsystem überwachen wir ständig sowohl das Thermalwasser in den Bohrungen als auch die umliegenden Grundwasserleiter.

Die Qualität des Bohrlochs wird regelmäßig überprüft, z. B. durch Ultraschallmessungen. Wasserdruck, Temperatur und Schwingungsverhalten unterliegen einer ständigen Kontrolle. Ein Glasfasermesskabel erfasst Temperaturabweichungen und akustische Geräusche, die beim Austreten von Thermalwasser aus der Bohrung auftreten. Beim Verdacht einer Beeinträchtigung des Systems oder einer Verstärkung seismischer Aktivität kann die Leistung des Kraftwerks in kürzester Zeit gedrosselt oder komplett heruntergefahren werden.

Das Umweltbundesamt (UBA) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe beurteilten die seismischen Risiken der Geothermie bei Beachtung der festgelegten Vorsichtsmaßnahmen weder als wahrscheinlich noch als schwerwiegend.

www.umweltbundesamt.de – Tiefe Geothermie: Umweltrisiken beherrschbar

Das UBA hat ein Gutachten zu möglichen Umweltauswirkungen der tiefen Geothermie erstellt:
www.umweltbundesamt.de – Tiefe Geothermie: mögliche Umweltauswirkungen infolge hydraulischer und chemischer Stimulationen

Der BUND Landesverband Baden-Württemberg ist überzeugt: „Die Geothermie wird das Rückgrat unserer zukünftigen Wärmeversorgung bilden.“.
www.bund-rvso.de – Tiefengeothermie Pro & Contra

Wie hoch ist die Radioaktivität der Tiefenwässer? Das Bundesamt für Strahlenschutz geht nach heutigem Kenntnisstand bei der Strahlenexposition für die Bevölkerung nicht von einer Überschreitung des Dosisrichtwertes aus.
www.bfs.de – Rückstände aus der tiefen Geothermie

Weitere Informationen zu den einzelnen Sicherheitsaspekten finden Sie im Bereich:
Fragen und Antworten

Engagement in der Region

Wir wollen uns als Unternehmen und als guter Nachbar aktiv für eine positive Standortentwicklung vor Ort engagieren.

Tiefe Erdwärme ist eine Energieform, deren Nutzung stark mit ihrem Standort verknüpft ist. Nur wenige Regionen in Europa haben die geologischen Voraussetzungen für den Bau von Erdwärmeanlagen. Der Oberrhein ist eine solche Region.

Hier möchte die Deutsche ErdWärme ihre Anlagen bauen und langfristig betreiben. Wegen der engen Verbindung von Erdwärme mit der Region und unseres auf Kontinuität aufbauenden Entwicklungsplans wollen wir uns an allen unseren Standorten als Unternehmen und als guter Nachbar aktiv in das Gemeindeleben einbringen und uns für eine positive Standortentwicklung vor Ort engagieren.

Ebenso wichtig wie die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende ist die Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Aus der Sicht der Deutschen ErdWärme hat das Ehrenamt dabei eine Schlüsselrolle. Über 30 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland engagieren sich freiwillig und unentgeltlich für gesellschaftliche Integration, kulturelles Leben sowie eine stabile Demokratie und schaffen Räume, in denen wir alle unsere sozialen Bindungen pflegen können.

Die Deutsche ErdWärme wird daher an allen Standorten mit einer Erdwärmeanlage das Ehrenamt fördern und unterstützen.

Vorteile für die Gemeinden

Attraktiver Wohnort dank einer günstigen und klimaneutralen Energieversorgung.

Erdwärme ist eine regionale, unerschöpfliche und erneuerbare Energie. Wir erwarten, dass die Bevölkerung mittelfristig von einer günstigen Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien profitieren wird. Zudem wirkt sich Erdwärme positiv auf die Luftqualität aus, da sie im Gegensatz zu Biomasse-Heizkraftwerken keine Schadstoffe wie zum Beispiel Stickstoff freisetzt.

Im Vergleich mit anderen erneuerbaren Energien ist Erdwärme platzsparend. Das Werk selbst nimmt schon an der Oberfläche wenig Raum in Anspruch. Einen beachtlichen Raumgewinn erzielen die Bürger auch beim Anschluss im eigenen Zuhause. Ein kleiner Kasten ersetzt die größeren technischen Anlagen, die andere Heizsysteme benötigen.

Die Kommunen profitieren neben Gewerbesteuer-Einnahmen in der Größenordnung eines mittelständischen Betriebs mit über 100 Mitarbeitern auch von einem Imagegewinn als technologie-freundlicher und umweltbewusster Standort, der einen bedeutenden Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leistet.

Ein Erdwärmeheiz-Kraftwerk treibt den Auf- und Ausbau von Wärmenetzen voran. Damit gehen auch Verbesserungen und Erneuerungen der Infrastruktur einher. Denn der Ausbau von Wärme- und Glasfasernetzen erfolgt häufig Hand in Hand. Das wirkt sich positiv auf die Standortentwicklung aus.

Die Gemeinden gewinnen Attraktivität als Wohnort mit einer günstigen und klimaneutralen Energieversorgung. Das ist auch für energieintensive Betriebe interessant, die wegen der CO₂-Bepreisung ab 2021 stärker auf entsprechende Einsparungspotenziale achten müssen.