Kleine Geschichte der Geothermie

Die Geschichte der Geothermie in Deutschland begann vor etwa 60 Millionen Jahren im Oberrheingraben.

Die Nutzung geothermischer Energie hat eine sehr lange Tradition. Schon früh haben Menschen die Heilkraft und die Wärme der Thermalwässer genutzt. Heiße Quellen künden von enormen in der Erde verborgenen Wärmemengen mit einem großen Potential für die energetische Nutzung.

Schon die Römer haben heiße Bäder geschätzt. Während diese um Rom herum ganze Wälder fällten, um die Thermen zu beheizen, waren heiße Quellen wie in Deutschland etwa in Wiesbaden oder in Aachen schon vor 2.000 Jahren eine natürliche, geschätzte und geothermische Energiequelle. In Japan haben heiße Quellen, die „Onsen“, besonderen Status. Viele Nationalparks entstanden zum Schutz dieser geologischen Besonderheiten.

Es dauerte, bis Geothermie auch kommerziell genutzt wurde. Das vielleicht älteste geothermische Heizkraftwerk entstand im 14. Jahrhundert in Chaudes-Aigues in Frankreich. 1904 gelang es in der Toskana zum ersten Mal, mit Geothermie Elektrizität zu erzeugen. Es reichte aber nur für vier Glühlampen. Heute werden weltweit Wärme und Strom aus Erdwärme produziert. Im Jahr 2017 war es in etwa die Leistung von etwa 25 Kohlekraftwerken der 700 MW Klasse.