Überblick

 

Die Deutsche ErdWärme besitzt bergrechtliche Erlaubnisfelder in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen sind beantragt. Das Genehmigungsverfahren wird im Rahmen einer Beteiligung von umfassten Gemeinden und zuständigen Behörden durchgeführt. Sobald die beantragten Erlaubnisfelder in der öffentlichen Beteiligung sind, werden wir auf den Projektseiten die entsprechenden Informationen und Dokumente einstellen.  

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz wurde das Erlaubnisfeld "Lingenfeld" im Juli 2015 an die Deutsche ErdWärme übertragen. Siehe auch die Projektseite Bellheim-Lingenfeld. Die Aufsuchungserlaubnis "Storchenaue", auch in der Südpfalz, wurde uns im Juni 2016 zugesprochen, siehe auch die Projektseite Storchenaue.

Unsere Meinung zu den Ereignissen in der Südpfalz: In der Region Landau existiert ein gut funktionierendes Projekt, die Geothermie-Anlage in Insheim. Diese Anlage ist auch von der Bevölkerung akzeptiert. Leider gab/gibt es auch eine Anlage in Landau (seit März 2014 stillgelegt, das erste Geothermie-Kraftwerk in Deutschland, eher ein Demonstrationsprojekt), die erhebliche Probleme mit indizierter Seismizität hatte, und erst nach Reduzierung der Leistung ohne seismische Probleme lief. Es kam jedoch im März 2014 zu einer Hebung des Kraftwerks-Geländes, da eine Verrohrung im Untergrund undicht wurde, Wasser über mehrere Wochen unbemerkt in tiefere Schichten gepumpt wurde, und der Betreiber keine umfassende Sensorik zur Überwachung des Betriebs installiert hatte. Diese zwei negativen Themen haben die Akzeptanz der Anlage in Landau und auch die Akzeptanz von Tiefer Geothermie in der Region stark beschädigt – unter anderem auch weil die Kommunikation des Betreibers nicht optimal verlief.

Die Technologie und das Verständnis für das Reservoir in der Tiefe haben sich jedoch in den letzten 13 Jahren (so lange liegt die Planung für die Anlage in Landau zurück) erheblich verbessert. Über 65 Forschungsprojekte, fast alle vom BMU finanziert, haben seit dem Jahr 2000 bis heute die Entwicklung der Tiefengeothermie begleitet. In Deutschland gibt es mittlerweile etwa 30 gut funktionierende Anlagen, die meisten davon in Bayern.

Wir glauben daher, dass in der Südpfalz, eine der besten geothermischen Regionen in Mitteleuropa, neue Geothermie-Projekte entwickelt werden sollten.

Die Deutsche ErdWärme wird eine sehr sorgfältige Planungsphase mit einem umfassenden Dialogprozess initiieren. Wir wünschen uns eine aktive Beteiligung der Bürger und Kommunen vor Ort, im Genehmigungsverfahren und insbesondere im Bereich der Versorgung der Gemeinden mit umweltfreundlicher Erdwärme.

Baden-Württemberg

Im Juli 2016 hat die Deutsche ErdWärme die bergrechtliche Aufsuchungserlaubnis Karlsruhe-Süd zugeteilt bekommen. Im südlichen und östlichen Bereich des Erlaubnisgebietes befinden sich nach unseren Einschätzungen interessante geologische Reservoirzonen, die in den nächsten Jahren weiter untersucht werden sollen. In Tiefen von etwa 4.000 Metern werden Temperaturen von etwa 180 °C erwartet – eine ideale Wärmequelle für Fernwärmenetze, Industrie, Gewerbe und Wohngebiete.

Das Aufsuchungsgebiet Römerbad im Raum zwischen Rastatt und Baden-Baden wurde im März 2018 beantragt. Das Aufsuchungsgebiet Erlich bei Graben-Neudorf wurde im Mai 2018 beantragt. Weitere Aufsuchungsgebiete sind in der Planung.

Hessen

Die Aufsuchungserlaubnis Riedstadt wurde im August 2015 an die Deutsche ErdWärme übertragen. Die Projektplanung zielt auf eine Wärmeversorgung der Gemeinde Goddelau und des Vitos Klinikums. In Tiefen von etwa 2.200 Metern werden Temperaturen zwischen 110 und 130 °C erwartet.