Bellheim: Einigung bei Rückbau Geothermie-Bohrloch und Pacht

Die Deutschen ErdWärme GmbH & Co. KG hat mit der Gemeindeverwaltung Bellheim und dem Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz Eckpunkte des Rückbaus des Geothermie-Bohrplatzes in Bellheim vereinbart. Außerdem wurde eine Regelung für die ausstehenden Pacht- Einnahmen der Gemeinde getroffen.

Bellheim/Karlsruhe (11.09.2015). Die Zeiten des Bohrplatz-Geländes am Waldstückerring in der Ortsgemeinde Bellheim sind gezählt: in den nächsten Monaten wird mit den Rückbau-Arbeiten begonnen werden. Über die Eckpunkte einigten sich das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz, die Gemeinde Bellheim und die Deutsche ErdWärme GmbH & Co KG in dieser Woche. Diplom-Wirtschaftsingenieur Lutz K. Stahl, Geschäftsführer der Deutschen ErdWärme, skizziert die wichtigsten Ergebnisse: „Die Deutsche Erdwärme hat zugesagt, das Bohrplatz- Gelände in Bellheim wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich rund ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Das Bohrloch wird mit wasserundurchlässigem Beton gefüllt und dicht verschlossen. Die Deutsche ErdWärme erwartet Kosten von ungefähr 400.000 Euro.”

In den nächsten Wochen wird die Deutsche ErdWärme GmbH & Co. KG einen Abschlussbetriebsplan für die Rückbau-Arbeiten erstellen und mit dem Bergamt und der Gemeindeverwaltung abstimmen. Dann werden die Bauarbeiten ausgeschrieben. Rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten wird die Deutsche ErdWärme die Bürgerinnen und Bürger Bellheims informieren. Dies wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 geschehen.

Die Deutsche ErdWärme GmbH & Co. KG wird zudem für einen Teil des Geldes aufkommen, das die Gemeinde Bellheim aus der Verpachtung des Geländes am Waldstückerring erwartet hatte. Mit der Gemeindeverwaltung und HotRock, dem ehemaligen Pächter des Bohrplatzes, wurde vereinbart, dass die Deutsche ErdWärme insgesamt 65.000 Euro übernimmt. Damit ist der Großteil der in den Jahren 2013 bis 2015 aufgelaufenen Pacht- Ausfälle des Vorbesitzers gedeckt, ebenso wie die Pacht für die nun beginnende Rückbau-Phase. Die Gemeinden und HotRock stimmten diesem Vorgehen zu, so dass eine entsprechende Vereinbarung am Donnerstagabend unterzeichnet werden konnte.

Die Deutsche ErdWärme GmbH & Co. KG hat die bergrechtliche Aufsuchungserlaubnis für Bellheim vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz nach einem Antrag auf Übertragung erhalten. Die Deutsche ErdWärme ist zwar nicht der rechtliche Nachfolger der Firma HotRock, hatte aber im Mai 2015 geologische Daten von HotRock gekauft. Vom vereinbarten Kaufpreis werden die Kosten des Rückbaus und der Pacht abgezogen.

Lutz K. Stahl erklärt: „Als Geschäftsführer der Deutschen ErdWärme will ich den in der Vergangenheit nicht immer positiven Geothermie- Erfahrungen der Gemeinde Bellheim nun Verlässlichkeit und ordentliche Arbeit entgegensetzen. Die Deutsche ErdWärme wird ein fairer Partner bei Erdwärme-Vorhaben sein. Ich freue mich daher, dass wir mit der Gemeindeverwaltung einen Kompromiss erzielen konnten, der allen Seiten gerecht wird – uns als neuem Akteur in Bellheim ebenso wie der Gemeinde und dem ehemaligen Pächter. Ich danke Bürgermeister Paul Gärtner für die transparenten Verhandlungen und freue mich auf den weiteren Dialog mit der Gemeinde Bellheim sowie ihren Bürgerinnen und Bürgern.“

Deutsche ErdWärme GmbH & Co. KG

Die Deutsche ErdWärme GmbH & Co. KG ist eine neu gegründete Gesellschaft aus Karlsruhe zur Entwicklung der Tiefen Erdwärme in Deutschland. Gemeinsam mit Gemeinden und Energiegenossenschaften sollen Erneuerbare-Energie-Anlagen zur Erzeugung von Fernwärme, Nahwärme und Strom aus Tiefer Erdwärme entstehen. Die Deutsche ErdWärme begleitet Tiefe-Erdwärme-Vorhaben über alle Phasen, von der Exploration und Projektentwicklung bis hin zum Betrieb der Erdwärme- Anlage. Zusammen mit einem Team aus Ingenieuren und Projektentwicklern erschließt sie die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Tiefen Erdwärme in Deutschland.

Die Deutsche ErdWärme steht für einen offen, transparenten Umgang mit Gemeinden, Behörden sowie Bürgerinnen und Bürgern.

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Pressemeldung vom 11. September 2015 [PDF]